2005 - Leihbischof Braun - Gedanken zu Frauen

von Bernhard Korte
Karnevalssession 2004 / 2005

Liebe Gemeinde, liebe Gemeindinnen,
liebe Narren und Närrinnen!

Oh, Herr du gabst uns Männern,
Klugheit, Schönheit und ein Gewissen,
aber warum hast du uns mit den Frauen
so besch…..?

 

Ich als Mann des Klerus - mit Kutte, Kreuz,
Kordel und Kappe, dass wissen Sie genau,
Ich hab das Keuschheitsgelöbnis abgelegt
und besitze deshalb keine Frau.

Doch auch ich wart einst Mal jung gewesen,
tat mehr als Glocken läuten und Schmuddelhefte lesen.
Mit Frauen beschäftige ich mich,
damals wie alle Männer, dass so gerne taten,
was nicht schnell genug war, landete schließlich auf
meinem nicht immer schneeweißen Laken.

Oh, Herr du gabst uns Männern,
Klugheit, Schönheit und ein Gewissen,
aber warum hast du uns mit den Frauen
so besch…..?

Doch Männer, lasst uns nun erst Mal
in unsere tausendjährige Geschichte schauen.
Wie hat es begonnen, mit unserem Elend,
mit unserem Verhängnis Namens „Frauen“.

Geschaffen wurde die Frau aus,
Ihr Männer - ihr werdet es wissen,
die 7. Rippe nahm man uns heraus,
ich tue sie heut noch schmerzlich vermissen.
Kaum wart sie geschaffen von göttlicher Hand,
benahm Sie sich wie Sokrates „Xanthippe“
und erklärte das geheiligte Paradies als Frauenland.

Der erste Streit ließ auch nicht lange auf sich warten,
denn schon wartete die Schlange im sonnigen Garten.
Die Geschichte ist ab jetzt allseits bekannt,
nach dem Genuss des Apfels verwies man uns aus dem geheiligten Garten, hinaus ins gottlose Land.

Oh, Herr du gabst uns Männern,
Klugheit, Schönheit und ein Gewissen,
aber warum hast du uns mit den Frauen
so besch…..?

Schon damals und es fing gerade erst an,
wollten Sie alles können und haben,
genauso wie ein schöner und gebildeter Mann.
Selbst der Stuhl des Papsts, ich wart vollkommen entsetzt,
wurde im 9. Jahrhundert von Johanna von Ingelheim
einer Frau als Papst „Johannes Anglicus“
scheinheilig - einfach besetzt.

Ägyptens Königin Kleopatra VII,
damals noch ein Mädchen nicht in finanziellen Nöten,
ließ ihren Bruder „einen stattlichen Mann“
aus Habgier und Machtgelüsten auch schnell mal töten.

Königin Katharina, Herrin über
das riesige russische Reich,
machte es einer Vielzahl ihrer Liebhaber
doch eigentlich auch nicht leicht.

Konnte ein Mann sie einfach nicht beglücken,
egal ob im Stall, auf dem Tisch oder zwischen den Töpfen.
Lies sie den nun mehr verschmähten Liebhaber,
einfach und kurzerhand mal Köpfen.

Oh, Herr du gabst uns Männern,
Klugheit, Schönheit und ein Gewissen,
aber warum hast du uns mit den Frauen
so besch…..?

Doch nun weg vom geschichtlichen Blick,
kehren wir nun in das heutige männliche Dasein zurück.
Betrachten wir es näher, das zarte und weibliche Geschlecht,
sehen wir uns an, die Figur, die lebt ohne
das männliche Gemächt.

Was hört man als erstes sobald man erwacht,
„ Um Himmelswillen, was hast du nur mit mir wieder gemacht“
Mit großen Schritten wird sofort, das Bad von ihr nun besetzt,
Stunden verbringt sie darin, als hätten wir sie verletzt.

Händeweise Rouge und Make-up werden aufgetragen
Damit verschwinden die tiefen Falten im Tageslicht,
und trotzdem wird sie über ihr Äußeres weiterhin klagen
sie hat nur Stresspusteln und wir kriegen die Gicht.

Den Mund tut sie mit Lippenstift größer malen,
die Haare werden stundenlang gebürstet und gefönt,
die Augen mit Eyeliner drapieren, damit sie mehr stahlen.
mit dem Spiegelbild wird auch noch geklönt.

Oh, Herr du gabst uns Männern,
Klugheit, Schönheit und ein Gewissen,
aber warum hast du uns mit den Frauen
so besch…..?

Doch jetzt erst geht es los, mit dem Desaster,
steht sie vor ihrem überquellenden vollen Schrank,
der so groß ist wie ein 10 Tonnen Laster.
Eine Frage die folgt: „Was zieh ich nur an“
Oh, Herr was haben wir Männer dir nur getan?

Das blaue, grüne - NEIN - das rote Kleid,
sie kann sich nicht entscheiden.
Ob nun Jeans mit einem Top oder Bluse mit Faltenrock
Egal wir müssen nur eins, nämlich leiden.

Die Brust wird aufgebauscht oder stark kaschiert
mit Push up, Wattekissen und Silikon,
Die weibliche Brust wird grenzenlos malträtiert,
Herr, du hattest soviel Arbeit damit, welch ein Hohn.

Die Schuhe der Frauen ist eine Geschichte für sich,
Eh´ sie da die richtigen gefunden hat, Oh Herr, oh rette mich.
50 Paar Trittchen, Stiefelletten, Sandalen und Kähne,
Sie ist heut noch überzeugt, dass sie Beine hat wie Schwäne.

Oh, Herr du gabst uns Männern,
Klugheit, Schönheit und ein Gewissen,
aber warum hast du uns mit den Frauen
so besch…..?

Sie verlässt nun das Bad, als wäre nichts gewesen,
nach – nur - zwei Stunden ist sie endlich fertig.
Ein Duft verfolgt sie, als würde sie gerade verwesen,
Herr, wir könnten Sie jetzt umbringen, da sind wir ganz ehrlich.

Das Frühstück von uns mit viel Liebe bereitet,
steht schon seit Stunden auf dem Tisch.
Die Augen sind bei ihr plötzlich teuflisch geweitet
Man hat es vergessen „Sie isst früh ja nicht“

Nun ist es geschafft, zur Arbeit geht der brave Mann,
dort hat er trotz Plackerei 10 Stunden seine Ruhe.
Eine so gestylte Frau hat keinen Stress, nur Fun,
der Mann bringt das Geld bis das er geht in die Grube.

Oh, Herr du gabst uns Männern,
Klugheit, Schönheit und ein Gewissen,
aber warum hast du uns mit den Frauen
so besch…..?

Abends hat sie immer die gleichen Beschwerden,
mal hat sie es im Rücken, mal hat sie es am Kopf,
den ehelichen Beischlaf, will sie sich ständig erwehren,
der Mann - ist der dumme, der einfältige Tropf.

Der Tag geht nun zu Ende, die Nacht bricht herein,
die Frau kommt mit Lockenwicklern ins Bettchen hinein,
heulend drückt der Mann sein Kopf in die Kissen,
solche Frauen werden Männer niemals vermissen.

Oh, Herr du gabst uns Männern,
Klugheit, Schönheit und ein Gewissen,
aber warum hast du uns mit den Frauen
so besch…..?

Jetzt will ich beenden mein schamlosen Bericht,
ganz so schlimm seid Ihr Frauen nun wirklich nicht.
Die Männer lieben Euch, so wie ihr nun mal eben seid.
egal was Ihr tragt ob nun mit oder ohne Kleid.

Eure Kopf- und Regelschmerzen
tun sie Euch auch gerne verzeihen,
Was wären Männer denn ohne Euch,
armselige Trunkenbolde und ständig allein.

Nun lässt der Bischof Braun, das Reden hier sein.
Hebt Euer Glas, das gefüllt ist mit Bier oder Wein
stoßt mit mir an - auf diesem fantastischen Verein
Ich grüß Euch Narren mit einem Icke, Icke Hinein

 

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