Reime von Peter Frankenfeld
Ich sitz in der Kneipe trüb
um meinen Schlund zu taufen,
das Geld das mir noch übrig blieb,
dass will ich heut versaufen.
Der Teufel holst, wem liegt daran
und Meier sieht mich freundlich an.
Der Meier ist ein Kapitalist,
kein David (Adonis) - doch viel Kredit,
und was das Allerbeste ist,
es sitzt bei ihm die Edith.
Mit ihr fang ich zu äugeln an
und Meier sieht mich freundlich an.
Er kennt mich von Karneval her,
von dort her kennt auch sie mich.
Man lädt mich ein, mein Glas ist leer.
Prost, Prost in Wonne schwimme ich,
weil ich mit Edith füßeln kann,
und Meier sieht mich freundlich an.
Ich bin sehr bald beim Du und Du,
mit allen beiden Teilen.
Mit Edith bin ich's immerzu,
mit Meier nur zu weilen.
Sie sagt ich sei ein netter Mann
und Meier sieht mich freundlich an.
Der Meier zahlt, der Spaß ist aus
sie spricht mit leisem Munde
"Besuch mich Mal, bei mir zu Haus
in einer halben Stunde"
Ich helfe ihr in den Mantel dann
und Meier sieht mich freundlich an.
Es wohnt die Edith hoch Tipp Topp
wie meistens solche Damen,
und Meiers dicker Wasserkopf
hängt an der Wand im Rahmen.
Ich mach es ihr, wie ich's nur machen kann
und Meier sieht mich freundlich an.


